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Informationen für Eltern

Ersatzschulen

Ersatzschulen dienen als Ersatz für öffentliche Schulen. Deshalb muss eine Ersatzschule in ihren wesentlichen Merkmalen einer Schulart des öffentlichen Schulwesens entsprechen (also Grundschule, Oberschule oder Gymnasium im Bereich allgemeinbildende Schulen). Bildung, Erziehung und fachliche Kenntnisse, aber auch die Qualifikation der Lehrerinnen und Lehrer und die Ausstattung müssen mindestens dem Niveau der entsprechenden öffentlichen Schulen entsprechen. Eine Ersatzschule kann jedoch eigene Lehr- und Erziehungsmethoden entwickeln, die von denen an öffentlichen Schulen abweichen.

Staatlich anerkannte Ersatzschulen

Es gibt genehmigte und anerkannte Ersatzschulen. Mit der Genehmigung erhält die Ersatzschule das Recht, Kinder und Jugendliche zur Erfüllung der Schulpflicht aufzunehmen. Staatlich anerkannte Ersatzschulen können wie öffentliche Schulen Bildungsempfehlungen erteilen oder Schul- und Berufsabschlüsse vergeben und Prüfungen selbst durchführen. Dabei bestimmt die Schulaufsichtsbehörde die Zusammensetzung der Prüfungsausschüsse.

Genehmigte Ersatzschulen

An genehmigten sächsischen Ersatzschulen kann die Schulpflicht erfüllt, aber kein Schul- oder Berufsabschluss erworben werden.

Als Ersatzschule genehmigte Grundschulen und Förderschulen können in der Regel keine Bildungsempfehlung erteilen.

Der Wechsel ihrer Schülerinnen und Schüler an ein öffentliches oder staatlich anerkanntes Gymnasium ist nach der Grundschule möglich, wenn ein Elternteil an einem Beratungsgespräch am aufnehmenden Gymnasium teilgenommen hat und im Ergebnis des Beratungsgespräches eine Empfehlung zum Besuch eines Gymnasiums erteilt wird oder eine Anmeldung an der Oberschule weiterhin empfohlen wird und die Eltern innerhalb von drei Wochen schriftlich mitgeteilt haben, dass sie an der Anmeldung am Gymnasium festhalten. Grundlage des Beratungsgesprächs ist auch das Ergebnis einer von der Schülerin oder dem Schüler erbrachten schriftlichen Leistungserhebung ohne Benotung.

Über den Wechsel von einer genehmigten Ersatzschule an ein Gymnasium in der Sekundarstufe I entscheidet das Landesamt für Schule und Bildung im Einzelfall.

Wollen Schülerinnen und Schüler einer genehmigten Ersatzschule einen Schul- oder Berufsabschluss erwerben, müssen sie mit Erfolg an der Schulfremdenprüfung der jeweiligen Schulart teilnehmen.

Ergänzungsschulen

Schulen in freier Trägerschaft, die nicht als Ersatz für öffentliche Schulen dienen, sind Ergänzungsschulen. Sie dürfen keine Bezeichnung führen, die zu einer Verwechslung mit Ersatzschulen führen können.

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